
Bärbel Bohley – Tagebuch einer Auflehnung
Deutschland, Schweiz 2025, Laufzeit: 96 Min., FSK 0
Regie: Fosco Dubini, Barbara Marx
Historischer Dokumentarfilm
Wegbereiterin des Wandels
„Bärbel Bohley – Tagebuch einer Auflehnung“ von Fosco Dubini und Barbara Marx
Sie gilt als eins der Gesichter der Bürgerrechtsbewegung in der DDR und gründete gemeinsam mit Mitstreiter:innen das Neue Forum: die Malerin Bärbel Bohley, die 2010 im Alter von 65 Jahren an Krebs verstorben ist. 1988 wurde sie wegen einer Demonstration zum Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verhaftet – und der DDR verwiesen. Sechs Monate später setzte sie ihre Rückkehr durch.
Dubini und Marx widmen sich in ihrem Film vor allem ihrer Verhaftung und Ausweisung. Interviews mit Zeitzeugen und Ausschnitte aus Bohleys Tagebuch bezeugen die perfiden Methoden, mit denen die Stasi Kritiker:innen zermürbte, und Bohleys Zerrissenheit in ihrer Zeit im Ausland. Bohley bleibt als Protagonistin etwas blass, dennoch bietet der Film spannende historische Einblicke.
(Marina Wudy)
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