Der gezeichnete Roman „Sternenstaub“ von Franz Erhard Walther ist natürlich egoman, auf eine besonders exzessive Weise. Das kann auch gar nicht anders gehen, denn der viermalige documenta-Teilnehmer und Avantgardist par excellence geht ganz an die Anfänge seines Schaffens und künstlerischen Denkens zurück. Er hat zwischen 2007 und 2009 mit dem Bleistift auf 524 DIN A4-Blätter ein oder zwei Zeichnungen mit deskriptiven Texten gesetzt, die seine Erinnerungen der Jahre 1942 bis 1973 umfassen.
Daraus entsteht nun in Krefeld eine Ausstellung, welche die 1960er/1970er Jahre zunächst in der deutschen Kunstdiaspora in Hessen, dann im Umfeld der Düsseldorfer Kunstakademie und schließlich inmitten der Kunstmetropole in New York lebendig werden lässt und etwas von dem Klima vermittelt, in dem Walther bekannt wurde und für das sein Werk symptomatisch steht, welches Aspekte der Concept und Body Art in eine Form von performativer Kunst übertrug. Franz Erhard Walther hat „weiche“ Stoffstücke in einer plastisch präsenten, körperhaften Form angefertigt, die sie von Museumsbesuchern getragen werden können. Zugleich strukturieren sie den Ausstellungsraum als Plastik und Installation.
Franz Erhard Walther, der vor kurzem auch bei der Ausstellung „Move“ in der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf vertreten war, scheint derzeit eine Renaissance zu erleben – oder ist eben nach wie vor gegenwärtig. Wie seine Werksätze genau aussehen, wie sie sich im Raum verhalten und vom Besucher benutzt werden können, das führt derzeit in NRW eine weitere Ausstellung vor Augen, die im Marta Herford stattfindet. Herford liefert die Praxis, Krefeld den Hintergrund.
„Franz Erhard Walther: Sternenstaub“ | bis 5.2. | Museum Haus Lange in Krefeld | am 5.2. führt F. E. Walther eine Werkhandlung vor | www.kunstmuseenkrefeld.de
„Franz Erhard Walther: Die Erinnerung der Form“ | bis 8.2. | Marta Herford | www.marta-herford.de
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