Partizipation ist das Schlagwort der Stunde. Ob Haushalt und Sparvorschläge, Schulsysteme, Flugplätze oder Bahnhöfe – die Bürger machen mobil oder werden an die Urnen gerufen. Und die Zahl der Bürgerbegehren steigt kontinuierlich.
„Schauspieler!“ ruft Bolat Atabajew und stolziert mit eitlem Gehabe im Probenraum herum. Der kasachische Regisseur erzählt von seinen Erfahrungen kurz nach der Wende, als er mit Darstellern aus Ost- und Westdeutschland zusammengearbeitet hat. Unschwer zu erkennen, wofür die selbstverliebte Karikatur steht. Mit solchen Anekdoten würzt der Sechzigjährige seinen Vortrag über episches und dramatisches Theater.
Köln rühmt sich, die größte Freie Szene in NRW zu haben. Doch das gilt nur quantitativ. Weder verfügt die Stadt über ein angemessenes Produktionshaus noch über ausreichend große und variable Spielstätten. Auch die überregionale Ausstrahlung der Gruppen und Häuser lässt zu wünschen übrig. Doch jetzt entwickelte die Stadt eine Idee …
Klassentreffen funktionieren nach dem Motto „Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle“. Man hat sich Jahre nicht gesehen, hat sich angeblich verändert; private Bulletins und berufliche Statusberichte sollen das beglaubigen. Dann stellt sich jedoch schnell wieder die alte Hackordnung her.
In Köln droht die Kultur zum Spielball der Politik zu werden. Nachdem sich die Fraktion der CDU geschlossen für eine Verlängerung des Vertrages von Kulturdezernent Georg Quander stark gemacht hatte, verweigerten SPD, Grüne und FDP ihre Zustimmung.
Der Wille, das Sprechtheater zu retten, ist der Stadt nicht abzusprechen. Doch was die Verwaltung in dem Ratsbeschluss als „zukünftige Struktur des Wuppertaler Schauspiels“ ausformuliert hat, klingt brandgefährlich.
Die „Impulse“ sind seit jeher das Festival der internationalen freien Szene, sie präsentieren Arbeiten einem lokalen ebenso wie einem überregionalen Publikum. Sie sind DIE Plattform und gleichzeitig wichtigster Lobbyist des freien Theaters.
Die Bonner Oper ist seit zwei Jahren schwer umkämpft. Jetzt haben Bernd Siegel, Martin Koop und Rainer Sonnabend von der örtlichen Piratenpartei ein Bürgerbegehren eingereicht, das die Subventionierung der Oper in Frage stellt.
Ausgang war ein offener Brief der Schauspieler des Wuppertaler Ensembles. Darin drücken die Mitglieder ihre Sorge um die Sanierungspläne der Wuppertaler Verwaltung aus. Jährlich will man in Zukunft im Zwei-Sparten-Haus zwei Millionen einsparen.
Wer sein Heim von Grund auf renoviert, muss schon mal komplett ausziehen. Das Kölner Schauspiel hat zum Ende der vergangenen Spielzeit sein Stammhaus am Offenbachplatz verlassen. Für das letzte Jahr der Intendanz von Karin Beier wird nun in der EXPO-Halle XXI gespielt.
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