Auch wenn der Broadway immer noch das „Musical-Paradies“ ist, das Londoner Westend ist mittlerweile mehr als nur das „Vorzimmer“ zum „gelobten (Musical-) Land“.
Während die Mitarbeiter und Ensembles der Stadttheater in die wohlverdienten Ferien gehen, blühen die immer zahlreicher werdenden Freiluft- Bühnen im Lande auf. Besonders nachmittägliche Familien- und Kindervorstellungen werden immer beliebter, wobei Musical-Inszenierungen wieder einen Großteil der Darbietungen ausmachen. Aber bevor wir in die Sommerfrische aufbrechen, noch ein kleiner Ausflug in den „geschlossenen (Theater-)Raum“ – was vielleicht auch dem Titel des Stücks „geschuldet“ ist: „Singin‘ in the Rain“. Absolventen der Kölner Arturo-Schauspielschule agieren in Bianca Lehnards „stummer“ Adaption simultan zum deutschen Synchronton des Films und lassen diese einmalige „Bild- und Tonwerdung der guten Laune“, die dem Zuschauer das Gefühl vermittelt, aufspringen und mittanzen zu müssen, in einem neuen, ironisierenden Gewand auferstehen (Bauturm Theater Köln, 4./6.8.). In den Füßen juckt es einen auch bei „Fame“ auf der Freilichtbühne Meppen (31.7./6./7./13./14./20./21./27./28.8.).
Auch wenn die meisten Theater hierzulande in den Sommerferien ihre verdiente Pause machen, braucht man nicht unbedingt an den Broadway oder ins Londoner Westend zu fahren, um seiner Musical-Leidenschaft nachzugehen.
Da die Bezeichnung „Musical“ kein geschützter Begriff ist, nehme ich mir in den Zeiten, in denen die (Stadt-)Theater ihre wohlverdienten Ferien machen, die Freiheit, bei den mehr oder weniger engen „Verwandten“ des Genres zu wildern.
Wer hätte damals gedacht, dass die „West Side Story“ auch 50 Jahre nach ihrer Premiere nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Das Migranten-Problem brennt immer noch vielen Ländern unter den Nägeln.
Das 1986 uraufgeführte „Non(n)sense“ entwickelte sich nach dem schon seit 1960 en suite laufenden „The Fantasticks“ zur zweiterfolgreichsten Off-Broadway-Produktion – und verbreitet jetzt im Kölner Theater Der Keller zwei Stunden gute Laune.
„Hoy, hoy, hoy ...“ singen ein paar Kasatschock tanzende Männer –, und schon rollt ein mit „Heu“ beladener Wagen über die Bühne. Dieser – oft wie beiläufig eingestreute – Wortspiel-Humor ist ein Markenzeichen der hierzulande etwas in Vergessenheit geratenen englischen Comedy-Truppe.
Als sich 1970 zum ersten Mal im Wuppertaler Theater der Vorhang für Frank Loessers Broadway-Klassiker „Guys and Dolls“ hob, schallte es schon nach wenigen Minuten aus dem Zuschauerraum: „Raus aus unserem Opernhaus“.
Heiligabend geht man traditionsgemäß in die „Christmette“, zu Silvester darf es schon mal ein Konzert oder Theaterstück sein. Oder vielleicht ein Musical? Da bieten die Theater in NRW diesmal zum Jahreswechsel genau das Richtige, um in Champagner-Laune zu geraten.
Zwei Premieren zwischen Oper und Musical/Zwei opernhafte Musicals im Ruhrgebiet: Jim Steinmans „Tanz der Vampire“ und Leonard Bernsteins „Candide“.
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