Eine Aura der Kraft und Vitalität umgibt sie. Die Muskeln glänzen im Scheinwerferlicht und bilden einen eindrucksvollen Kontrast zu den zerbrechlichen Beinen, auf denen sich die Tänzer nur mit Hilfe von Krücken bewegen können. Die neue Produktion „Terrains DéCouverts“ der DIN A 13 tanzcompany hatte in Dakkar im März Premiere. Gerda König und Gitta Roser zeigten ihre Choreographie jetzt in der Kölner Studiobühne, im Rahmen des Festivals Sommerblut. Das Erfreuliche an diesem Stück, das von einer Frau und vier Männern, (Cheikh Bassène, Coumba Déme, Saliou Diène, Ibrahim Faye, Boubacar Mane) präsentiert wird, besteht in der Tatsache, dass DIN A 13 wieder viel Tanz bietet. Es geht eine Atmosphäre der Gelöstheit von dieser Choreographie aus, die der Truppe in den letzten Produktionen etwas abhanden gekommen war.
Die Senegalesischen Tänzer – behinderte und nicht behinderte – erzählen von Momenten der Gemeinschaft, der Nähe und Situationen, in denen die Nähe in Aggression umschlägt und sich Männer plötzlich wie Kampftiere mit starrem Blick fixieren. Eine besondere Aufmerksamkeit und Würde liegt in den Aktionen der Tänzer. Man agiert miteinander, wobei Metaphern und Erzählbilder nur sporadisch aufblitzen. Es ist mehr ein Spiel wechselnder Beziehungen, dem man hier begegnet. Das Bühnenbild – eine Konstruktion aus aufgespannten Tierhäuten – und die Klarheit der afrikanischen Kostüme von Mame Faguèye Ba, geben der Produktion einen markanten Look.
Ein wenig blutleer wirkt die Handlung der Choreographie und der Umgang mit Bühnenraum und Musik offenbart die eine oder andere Verlegenheit in Konzept und Dramaturgie. Gleichwohl meldet sich DIN A 13 mit dieser temperamentvollen Produktion wieder in der Tanzszene zurück und zeigt einmal mehr, dass der Blick auf die bittere und zugleich sinnliche Realität Afrikas ohne jede vordergründige Exotik auskommen kann.
Nächste Vorstellungen 1. 6. Dortmund, Theater im Depot I 7. 6. Bielefeld, DansArt Theater I 11.6. Düsseldorf, Tanzhaus NRW
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