Sachzwänge, die die Gestaltungsmöglichkeiten von Politik angeblich begrenzen, fallen nicht vom Himmel. Sie sind vielmehr gemacht, wie ein Beispiel aus Berlin zeigt.
Die Emscher braucht Jahrzehnte, um sich vom Abwasserkanal zum Lebensraum zu entwickeln. Politik denkt dagegen gerne in Wahlperioden und Wachstumsraten. Das ist schlecht für Flüsse, Moore, Fische – und am Ende für uns alle.
Regierungen können schnell und effektiv handeln und selbst die größten Vorhaben finanzieren – wenn sie es wollen. Entsprechend müssten sie den Verfall von Infrastruktur sowie das Forschreiten von Existenzängsten und Verarmung nicht hinnehmen. Sie tun es aber.
Gaming kann gesund sein und therapeutisch wirken. Darüber ist nicht mehr zu streiten. Vielmehr ist zu fragen, wie genau Videospiele in der Psychotherapie helfen können.
Wer in einem Strategiespiel ein Kloster überfällt, entscheidet über Pixel, Einheiten und Ressourcen. Immer spielt dabei auch ein Geschichtsbild mit. Games erzählen, vereinfachen, interpretieren – und prägen, wie wir die Welt betrachten.
Gaming erlaubt eine Auszeit von der Wirklichkeit – zum Glück! Es gibt aber auch Spiele, die drastische Szenarien entwerfen und unbequeme, politische Fragen stellen.
Nicht demokratische Gesetzgebung, sondern arbeiterfeindliche Rechtsprechung im Geiste des Nationalsozialismus bestimmt, wann ein Streik in Deutschland rechtmäßig ist.
Rechte und Konservative wollen das Gedenken an die NS-Zeit am liebsten abschaffen, um unbehelligt ihre menschenverachtende Agenda umzusetzen. Dagegen braucht es eine radikale Aufklärung, die unbequeme Fragen stellt und den Bogen zur Gegenwart schlägt.
Migration wird in Deutschland gerne zum Grund aller Übel hochstilisiert. Das verkennt nicht nur die Wirklichkeit, sondern ist auch gefährlich.
Den öffentlichen Raum betrachten viele Menschen als eine Art Wohnzimmer, in dem nur ihr persönliches Wohl zählt. Das ist nicht unangepasst oder eigensinnig – sondern bloß rücksichtslos.
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