So viel Aufmerksamkeit wurde Hans Salentin zu Lebzeiten selten zuteil. Vielleicht liegt das jetzige Interesse daran, dass er mittlerweile als Klassiker der Avantgarde anerkannt ist, und dass seine Kunst von einer jüngeren Generation mit neuen Augen gesehen wird? Jedenfalls zeigen derzeit gleich zwei Museen in NRW Aspekte seines Werkes, zudem stellt die Galerie Schütte in Essen Papierarbeiten aus.
In der wunderschönen Saraceno-Ausstellung in Düsseldorf können Besucher meditieren oder in überdimensionalen Spinnennetze klettern und so zum Teil der Ausstellung werden.
Unbehagen hat sich breitgemacht. Das Festival Impulse eröffnet seinen zweiten Tag mit einer Performance von Yael Bartana. „Zwei Minuten Stillstand“ ist die Aktion überschrieben. Das Besondere daran: Die Aufforderung an die Kölner Bürger, am 28.6. zwei Minuten stillzustehen, lehnt sich an den israelischen Gedenktag Jom haSho’a, an dem die Israelis zum Gedenken an die Opfer des Holocaust das öffentliche Leben kurz komplett stillstellen.
Ein durchsichtiger Gazevorhang vor einem Lichtkarree. Tonlos entledigen sich vier Tänzerinnen ihrer Kleidung, stehen schließlich nackt am Lichtrand. Atemlose Stille im Publikum. Unbehagen und vielleicht auch Schamgefühl breitet sich im Düsseldorfer Forum Freies Theater (FFT) aus.
Der Maestro Stefan Soltesz hat seine letzte Premiere bereits dirigiert, nun gibt auch Regielegende Dietrich Hilsdorf seinen Abschied an der Aalto-Oper. Hilsdorf inszeniert einen letzten Essener Verdi. Dass sich dessen Geburtstag bald zum 200. Mal jährt, dürfte in diesem Falle einmal nicht der Hauptgrund gewesen sein.
„Ich glaube, es gibt nur sehr wenig Kunst, die man wörtlich nehmen sollte“, hat der afro-amerikanische Soziologe Henry Louis Gates mal gesagt. Er sollte vor Gericht als Experte seine Meinung kundtun, ob die Arsch- und Tittenwackel-Texte der Rapper von 2LiveCrew als „obszön“ gelten können und nicht verkauft werden dürfen. 1991 war das, und was Professor Gates damals erzählte, darf weiterhin Gültigkeit beanspruchen.
Böse Zungen behaupten immer wieder, Bielefeld existiere überhaupt nicht. Der ohnehin reiselustige Musicalfan weiß es allerdings besser – lockt ihn von dort doch schon seit Jahren einer der strahlendsten Sterne am deutschen Musical-Firmament ins städtische Theater. Vor allem seit William Ward Murta dessen musikalische Leitung übernommen hat, braucht man sich, was die Qualität der Produktionen angeht, vor dem Broadway nicht zu verstecken.
Etwas überraschend ist es schon, dass Thomas Grünfeld, der zu den wichtigen Objektkünstlern hierzulande zählt, im Leverkusener Museum Morsbroich tatsächlich zum ersten Mal in einem Museum in NRW ausstellt. Grünfeld wurde 1956 in Leverkusen geboren, er hat seine Studienjahre in Stuttgart verbracht, wohnt seit langem in Köln und lehrt seit 2004 als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie.
Südafrika am Ende des 19. Jahrhunderts: Inder werden als billige Fremdarbeiter ausgenutzt und wegen ihrer ethnischen Herkunft diskriminiert. Ihre Lage bessert sich erst, als der junge Rechtsanwalt Gandhi zum gewaltlosen Befreiungskampf aufruft.
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt einen Querschnitt durch das Werk C.O.Paeffgens. Bis zum 1.9. sind die für Paeffgen typischen „Umrandungen“ ebenso zu sehen wie die „Umwicklungen“ – mit Draht umwickelte alltägliche Fundobjekte.
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