Die Partnerin entzückte mich. Freikarten hätte sie, sagte sie. Für ein Tina-Turner-Konzert. In einem kleinen Club. Nur mit einem Pianisten dazu. Und mit knapp dreihundert Gästen. Ganz in der Nähe. Im „Komm“ in Düren. Und sie wollte mich mitnehmen. Traumhaft. Als dann aber das Konzert begann, war ich doch etwas irritiert. Tina sah noch einmal zehn Jahre jünger aus als bei ihrer letzten Tournee, also etwa wie eine Vierzigjährige. Das allein wäre noch akzeptabel gewesen, wirkt sie doch sowieso immer etwas mädchenhafter, als sie ist. Aber sie war käsig im Gesicht wie Michael Jackson in der Spätphase seines Lebens. Und sie sang in deutscher Sprache, eher wie Helene Weigel denn wie Tina. Meine Partnerin zumindest amüsierte sich köstlich. Frauen und Männer verstehen sich nicht, war ihr Resümee des Abends. Und dann klärte sie mit lauter Stimme ihren Begleiter auf. Der gerade absolvierte Abend war von der Kabarettistin Tina Teubner gestaltet worden und nicht von einer alten amerikanischen Soulröhre. Ich war gestern beim Hörgeräteakustiker und kenne nun den profanen Grund, warum sich Frauen und Männer nicht verstehen.
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