Es gibt Filme, die geradezu nach einer Bühnenadaption schreien. Theo van Goghs medienkritisches Drama „Interview“ (2003), bekannter als US-Remake von und mit Steve Buscemi und Sienna Miller, ist ein solcher.
Die großen Helden wie Hamlet sind ebenso tot wie das klassische Erzähltheater oder wie Hannes, Protagonist in „hamlet ist tot. keine schwerkraft“. Ein außerordentliches Familiendrama zwischen Inzest-, Religions-, und Gesellschaftsgeschichte, das schon nach seiner Wiener Uraufführung vor fünf Jahren eine beachtliche Karriere hinlegte, Einladung zum Mülheimer „Stücke“-Festival inbegriffen.
Die große Katastrophe ist schon eingetreten. Eisenträger ragen quer in die Bühne, von der Decke hängen Tapetenfetzen herab, eine Jahrmarktsgondel lehnt zerborsten an der Wand. Auf der Bühne und im Zuschauerraum dämmern vier Gestalten vor sich hin: Ein weißer Cowboy, eine Nixe, ein Showgirl und ein Prekariatsartist mit Trainingshose und zerschlissenem Bolero.
„Was würden Sie denn machen? Wenn das Ihr Sohn wäre!“ bricht es einmal aus Simon hervor – in einem überraschenden Moment, in dem die vierte Wand eingerissen und das Publikum direkt adressiert wird. Abstand ist schon vorher schwer möglich, weder von der szenischen Situation noch vom Thema Gewalt.
Einen herrlichen Sommersonntag bescherte das Wetter der neuerlichen Führung durch „Utopia Kalk“ – ein eigener Staat auf der schäl Sick von Köln, gegründet von den Staatsangehörigen, weil sie es satt waren, wie man von der schicken Sick aus runterregiert wurde.
Von Ehrenfeld bis Kalk, von der Südstadt bis an den Dom: Kölns Bühnen laden am 2.10. wieder zum genialen Theaterhopping.
Angetreten mit dem Ziel aus der Orangerie ein Label zu machen, wünscht sich Marko Berger mehr Zusammenarbeit mit den Künstlergruppen im Haus.
Die Zeit der digitalen Speichermedien ist vorbei. Aus. Schluss. Der blinde Hamm hockt an einem Schreibtisch, hämmert gelegentlich auf eine Schreibmaschine ein.
Theateradaptionen von Kinofilmen gibt es häufig; oft scheinen sie weniger inhaltlich motiviert denn dem Schielen auf die Werbewirkung eines erfolgreichen Stoffes geschuldet.
Ein Haus ohne Möbel. Ein weißer Salon.Der titelgebende Kirschgarten von Anton Tschechow ist in der Bonner Inszenierung von Klaus Weise nicht zu sehen.
biograph |
choices |
engels und
trailer
- die online Kinoprogramme für
Bochum,
Bonn,
Castrop-Rauxel,
Dortmund,
Düsseldorf,
Duisburg,
Essen,
Frechen,
Gelsenkirchen,
Hagen,
Herne,
Hürth,
Köln,
Leverkusen,
Lünen,
Mülheim,
Neuss,
Oberhausen,
Recklinghausen,
Solingen und
Wuppertal