Seit mehr als 40 Jahren fördert die Kämpgen-Stiftung gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Wohnen, Bildung/Beruf, Gesundheit und Kultur, die Menschen mit Behinderungen zugutekommen. Zu den Projekten im Bereich der bildenden und darstellenden Künste gehören unter anderem das inklusive Sommerblutfestival, die Initiative Un-Label, das Orangerie Theater sowie die Schauspielschule der Keller. Rund 120 Angebote werden jährlich mit einer Fördersumme von bis zu 1,5 Millionen Euro unterstützt.
Bei der Verteilung der Gelder berät Ingrid Hilmes. Die Diplom-Heilpädagogin und Betriebswirtin für soziale Berufe ist nicht nur Geschäftsführerin, sondern auch Stiftungsmanagerin der Einrichtung mit Sitz am Hohenstaufenring. „Das ist kein explizierter Beruf, sondern eine Qualifikation, die zu einer Tätigkeit begleitend erworben werden kann“, erklärt die gebürtige Emsländerin. „Wir sind dazu da, um neue Ideen anzustoßen. Das gilt für kleine Vereine, etwa den Kunststück Familie e. V., der Kinder und Jugendliche aus belasteten Familien fördert, aber auch Häuser wie die Lebenshilfe Köln mit ihrem breiten Angebot an Informations- und Selbsthilfeofferten.“ Die bereitgestellten Summen liegen zwischen 500 und 150.000 Euro. „Die etwas kleineren Beträge sind ebenfalls wichtig. Denn oftmals werden solche Gelder von Stiftungen nicht abgedeckt. Erst kürzlich hatten wir den Antrag auf Unterstützung für eine Gruppe junger Menschen mit Behinderungen, die zum Rock am Ring-Festival reisen möchten. Da ist es mit dem Erwerb der Tickets alleine nicht getan. Die Leute benötigen besondere Mobilitätsvoraussetzungen für An- und Abreise sowie Hilfen im Zuge des Aufenthalts. Den Antrag auf Finanzierung haben wir gerne bewilligt“, so Hilmes. Einen klassischen Arbeitsalltag kenne sie nicht. Die Tätigkeit zeichne sich durch Vielfältigkeit aus: „Mir ist es wichtig, einen guten Kontakt zu den Förderpartnern aufzubauen. Daher fahre ich oft raus, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, noch bevor die eigentliche Maßnahme beginnt. Mitzuerleben, wie aus einer Idee Realität wird, ist kaum in Worte zu fassen. Ich bin glücklich, solch einen Job ausüben zu dürfen“, sagt Ingrid Hilmes.
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