Köln kann auch links, radikal, alternativ, feministisch, autonom. Das zeigte sich besonders ab 1968. Eine Veranstaltungsreihe will dazu Erfahrungen und bis heute aktuelle Inhalte vermitteln.
Journalistin Hülya Özkan stellte im Literaturhaus das Buch „In Erdoğans Visier: Warum er die Deutschtürken radikalisieren will und was das für uns bedeutet“ vor. Ebenfalls zu Gast war Politikredakteurin Astrid Wirtz vom Stadt-Anzeiger.
Mal ehrlich: Wer hat nicht schon mal ein Geschenk bei einem Internetriesen bestellt und damit den globalen neoliberalen Konsumterror unterstützt? Bei der von der Akademie der Künste der Welt ins Leben gerufenen letzten Lesegruppe in diesem Jahr ging es um Gegenkonzepte jenseits des kapitalistischen Wahns.
Auch Köln dürfte selbstgesteckte Klimaziele verfehlen. „In Köln wollen wir irgendwie immer alles. Und dabei gelingt es uns oft nicht, Vorhaben zu Ende zu führen“, sagt Umweltdezernent Dr. Harald Rau. Während es in Bonn um das Weltklima ging, wurde letzte Woche auch in Köln diskutiert.
Die Videospielkultur ist dabei, erwachsen zu werden. Inzwischen interessieren sich auch Kulturförderanstalten für die seit 2008 offiziell anerkannte Sparte. Bei „Next Level“ war der Blick schon auf die nächste Entwicklungsstufe gerichtet.
Die Schriftsteller Erdoğan und Akhanlı sind durch politische Verfolgung zu bekannten Gesichtern der türkischen Opposition geworden. Sie beide, der Journalist Günter Wallraff und Akhanlıs Anwalt Ilias Uyar sprachen am Montagabend über die Verhältnisse in der Türkei.
Eine „neue Reformation“ hatte Hans Mörtter angekündigt und in 95 europäischen Städten Luther-Spielzeugfiguren zu Buchstaben umschmelzen lassen, um aus ihnen an der Lutherkirche eine neue These zu bilden.
Die diesjährige Musiknacht zeigte sich deutlich politischer: Im Museum für Angewandte Kunst diskutierten am Samstag Vertreter aus Kultur und Politik über die Förderung der freien Musikszene.
In Köln wie in anderen Großstädten erscheint die Live-Musik schleichend auf dem Rückzug. Zu störend sind die Veranstaltungen vielen Städtern, hoch die Mieten, streng die Vorschriften. Ist uns die Clubkultur wirklich so wenig wert?
Der Jack in the Box e.V. organisierte auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs immer wieder Kulturveranstaltungen. Nun brachte der Verein eine neue Diskussion über den Schwund von Veranstaltungsorten in Ehrenfeld in Gang. Bei der geplanten Neubebauung droht die Kultur weiter an Raum einzubüßen.
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