choices: Herr Papakostopoulos, wie überlebt man 20 Jahre in der Freien Szene?
Kostas Papakostopoulos: Ich kann es selbst kaum glauben, dass wir 20 Jahre überlebt haben. Als ich begann, habe ich mich immer gefragt: Wie schaffe ich das nächste Projekt? Eine Zukunftsplanung ist mir nie gelungen, das ist in der Freien Szene auch nicht möglich. Man lebt immer mit der Hoffnung, das nächste Jahr zu überleben. Selbst jetzt weiß ich nicht, ob es uns nächstes Jahr noch gibt. Die letzten Jahre haben allerdings insofern eine Verbesserung gebracht, als wir vom Land eine dreijährige Förderung erhalten.
choices: Herr Claessen, wie kam der Kontakt zum Theater im Bauturm zustande?
Max Claessen: Über die Dramaturgin Kerstin Ortmeier, die hier seit vergangener Spielzeit arbeitet. Wir kennen uns aus Erlangen, wo ich studiert und im Experimentiertheater herumprobiert habe. Kerstin, die eine große Netzwerkerin ist, hat dort meine ersten Gehversuche als Regisseur miterlebt. Als ich Regieassistent am Thaliatheater in Hamburg und sie auf Kampnagel war, haben wir uns wiedergetroffen.
choices: Herr Weimar, was haben Sie gemacht, bevor sie Fotograf wurden?
Wolfgang Weimar: Ich habe die Bühnenbeleuchtung für große Rockbands vor allem in den USA eingerichtet und damals schon meine Lightdesigns fotografiert. Mir ging es darum, diese Lichtstimmungen zu dokumentieren. Als ich dann aus familiären Gründen nach Deutschland zurückgekehrt bin, habe ich neben meiner Arbeit als Lightdesigner für Fachmagazine von den Gigs großer Bands berichtet...
choices: Herr Leschig, wie würden Sie auf die Frage Ihres Stücks antworten. Sind Sie Arbeit?
Gregor Leschig: Ja, ich bin Arbeit. Arbeit ist für mich sehr wichtig, um mich zu definieren.
Christoph Nußbaumeder ist der erste Preisträger des mit 15.000 Euro ausgestatteten Autorenpreises des KunstSalons für das Schauspiel Köln. Ausgezeichnet wurde er für sein Stück „Die Kunst des Fallens“, in dessen Zentrum einBiergarten und seine immergleichen Besucher stehen. In dieser Wärmezone des gesellschaftlichen Halbschattens, die von Wirtin Monika und ihren beiden Töchter Steffi und Sigrid in der Sommersaison betrieben wird, blühen die Konflikte, die Dramen und die Sehnsüchte.
Der Probenraum der Blackbox-Company ist nur schwer zu finden. In den Kellerfluchten der Universität reiht sich Tür an Tür. Brandschutzgrau, ununterscheidbar. Soll man das schon als Omen begreifen? Nach ihrem so absurden wie komischen Stück „phase I“ über vier Männer auf einem Floß probt die Truppe jetzt „phase II“. Thema: zwei Männer und eine Tür. Der Probenraum entpuppt sich als kleiner quadratischer Raum mit weißen Paneelwänden. In der Mitte die ominöse Tür und zwei Kinderstühle. Von der alten „phase I“-Crew stehen diesmal die Schauspieler Hans Kieseier und Waldemar Hoge auf der Bühne.
choices: Frau Kolacek, Herr Leßle, Raum13 hat den Zuschlag für die Zwischennutzung des zukünftigen Tanzhauses bekommen. In welchem baulichen Zustand sind die beiden Hallen?
Anja Kolacek: Bautechnisch sind die Hallen in sehr gutem Zustand. Sie wurden vom Kulturamt angemietet und der Szene miet- und nebenkostenfrei zur Verfügung gestellt...
choices: Herr Maxwell, Ihr neues Stück „Das Mädchen“ handelt von der Beziehung eines Vaters zu seiner Tochter. Was macht diese Beziehung aus?
Richard Maxwell: Ich bin seit drei Jahren selbst Vater. Das hat mich und meinen Blick auf das Leben sehr verändert. Ich fühle mich, als ob ich emotional und psychologisch von innen nach außen gekehrt worden wäre. Mit der Geschichte vom Vater und dem Mädchen projiziere ich mein Leben in die Zukunft. Bis zu dem Punkt, wo das Mädchen erwachsen wird. Die Geschichte soll zeigen, was das für die beiden bedeutet und wie es ihre Beziehung verändert.
choices: Herr Kraft, das neue Stück von „Futur3“ heißt „Petersberg 1“ nach dem berühmten Verhandlungsort bei Bonn. Spielt es auch dort?
Stefan H. Kraft: Wir wollten auf dem Petersberg spielen, da kommt man aber nicht dran. Trotzdem haben wir den Titel beibehalten.
choices: Herr Borgmann, warum hat Ihr ursprünglich geplantes Projekt zur Kölner Jugendwiderstandsgruppe „Edelweißpiraten“ nicht geklappt?
Robert Borgmann: Ich hatte die Idee eines historisch übergreifenden Projekts zum Jugendwiderstand, in dem die „Edelweißpiraten“ die Hauptrolle spielen sollten.
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