Früher war die Vergangenheit ein sicherer Zufluchtsort für den Protagonisten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Mittlerweile arbeitet der Wissenschaftler als Tourguide in polnischen Gedächtnisstätten und führt dort israelische Schülergruppen durch die Vernichtungslager. Nun kann er der die Geschichte nicht mehr auf Distanz halten – das Grauen, das sich in ihr verbirgt, droht in die Gegenwart vorzudringen. Der israelische Autor Yishai Sarid erzählt in seinem Roman „Monster“ von Erinnerungsarbeit, die zur düsteren Obsession wird. Itay Tiran adaptiert den Text als Monolog für die Bühne. Am 30. Oktober feiert das Stück Uraufführung am Schauspiel Köln.
Monster | Fr 30.10. (UA) | Schauspiel Köln | 0221 221 28 400 | www.schauspiel.koeln
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