Kommt mit selbstgebastelter Technik angereist: Look Mum No Computer
Foto (Ausschnitt): Melanie King

Die Musikfestivals sprießen

27. März 2025

Schon der Frühling ist Festivalzeit – Unterhaltungsmusik 04/25

Der Frühling kommt, die Gräser wachsen, die Blumen blühen … und auch die Musikfestivals sprießen aus dem Boden. Den Anfang macht im April das Cologne Popfest. Anders als in der Natur haben die Veranstalter:innen gerade aber einen kleinen Rückschlag zu verdauen. Der Headliner ist abgesprungen und das Festival müsste sich vom zweitägigen zum eintägigen Event gesundschrumpfen, wobei alle anderen Bands im Line Up verbleiben: Allo Darlin‘ aus London mit Gitarren-Pop und Fear Of Men aus Brighton mit Dream-Pop. Die schrammeligeren Prolapse aus Leicester haben sich jüngst wiedervereint. The Simple Present sind ein Frauen-Popduo aus Stuttgart und last but not least Stuart Murdoch, der Sänger von Belle and Sebastian, der nicht nur solo musiziert, sondern auch aus seinem Roman vorliest. Auch die Party am Vorabend, Freitag, findet wie geplant statt (4.-5.4., Gebäude 9). 

Beim Reggaeville Easter Special ist Reggae-Legende Ijahman Levi Headliner. Bereits 1978 hatte er mit seinem Debüt „Haile I Hymn“ einen Roots Reggae-Klassiker veröffentlicht. Auch das jamaikanische Trio Culture hat bereits in den 1970er Jahren reüssiert. Mortimer ist eine aktuelle Hoffnung des Roots Reggae, während Romain Virgo mehr für Lovers Rock steht (16.4, 20 Uhr, LMH).

Das c/o pop findet in diesem Jahr vom 23.-25.4. in der ganzen Stadt statt. Eröffnet wird es von gleich zwei (bereits ausverkauften) Schauspielhaus-Konzerten des postmigrantischen Rappers Apsilon aus Berlin, der zuletzt mit seinem „Gastarbeiter“-Hit „Baba“ beeindruckt hat. Während des Festivals treten unzählige deutsche bzw. deutschsprachige Acts oder Newcomer aus Hip Hop, Elektronik, Pop und Rock auf. Das Ska-, Reggae- und Soul-Festival Freedom Sounds fährt noch mal eine Menge an Reggae auf, darunter The Cimarons, die angeblich erste europäische Reggae-Band. Es gibt viel Ska und Soul aus Europa, UK und USA (25.4., 17 Uhr + 26.4., 14 Uhr, Die Kantine). Mal kein Festival, „nur“ ein Konzert … bzw. eher eine Performance. Look Mum, No Computer nennt sich der Musiker und Technikbastler Sam James Battleaus UK, der in seiner Heimatstadt Ramsgate ein Museum für alte Elektronik betreibt und aus den Geräten allerlei Mutanten bastelt. Mit denen macht er seine Musik, live auch spontan Coverversionen auf Zuruf (28.4., 20 Uhr, Luxor).

Christian Meyer-Pröpstl

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