In Stefan Melneczuks Werken fegt ein kalter Schauer über das Papier. Der Mystery-Thriller „Marterpfahl“ gibt Lesern die Chance, noch mehr über die verschiedenen Facetten von Gänsehauteffekten zu erleben. Stefan Melneczuk ist einer von diesen charmanten Männern, die mehr zuhören als selbst zu erzählen, unaufdringlich zuvorkommend sind, einen guten Humor haben, aber fast ein bisschen schüchtern wirken.
„A star is born. Fotografie und Rock seit Elvis“ lautet der Titel einer aktuellen Ausstellung im Museum Folkwang. Elvis Aaron Presley gilt als Initialzündung der Rockmusik, auch 33 Jahre nach seinem Tod (den viele Fans und Verschwörungstheoretiker immer noch nicht wahrhaben wollen) als unerreichtes Idol.
Nach Bonn und Frankfurt am Main nun auch Köln. Der erste Bücherschrank steht in der Goltsteinstraße, der zweite wurde im Rheinauhafen errichtet, und es sollen noch 22 andere über das gesamte Stadtgebiet verteilt folgen. Die Idee ist nicht neu, Behältnisse für Bücher werden errichtet, in die Menschen ihre Bücher hineingeben und Bücher mitnehmen können.
„Bücher wird es immer geben, schon alleine ihre Sinnlichkeit, man will doch etwas so Schönes anfassen. Das kann mir die Elektronik nie ersetzen“. Wie oft man diesen Satz doch hört, und wie überzeugt die Menschen von der Zukunft des Buches als Gegenstand sind...
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr präsentiert trailer auch in diesem Jahr wieder die Kleinkunst- Bühne auf der Viktoriastraße – und zwar unter dem Namen „trailer-Wortschatzbühne“. An der programmatischen Zuständigkeit hat sich dabei nichts geändert: Nach dem Motto „never change a winning team“ zeichnet wieder das AKAFÖ-Kulturbüro boskop für den Großteil der Auftritte verantwortlich, Peter Lihs von pro-motion hingegen organisiert in altbewährter Form die beiden Börsen „Soundcheck“ (für CDs und Schallplatten) und „Wortschatz“ (für gedruckte Medien).
Eine Epoche umspannt in Köln elf Jahre. Das ist genau die Zeit, die Thomas Böhm dazu verwendete, um dem Literaturhaus ein markantes Profil zu verleihen. Nicht selten kamen Autoren mit neugieriger Vorfreude an den Rhein, weil sie gehört hatten...
Nach sechs langen Jahren gibt es endlich ein neues Album der Reihe „Die geheimnisvollen Städte“ von François Schuiten und Benoît Peeters. „Die Sandkorntheorie“ erzählt im üblichen, am Steampunk angelehnten Stil mit faszinierenden Architekturfantasien von seltsamen Steinen, die in einem Apartment auftauchen, und Sandfontänen, die aus einem weiteren strömen. Am Ende lässt die stimmungsvolle Geschichte eine Lesart zu, die einen vagen Kommentar zum Verhältnis von westlicher Welt und Islam abgibt (Schreiber & Leser).
Ein in die Jahre gekommener Buchhändler aus Hannover, der sich dem Reitsport verschrieben hat, unterhält gemeinsam mit seiner Frau ein Pferd, das auf einem Hof vor der Stadt versorgt wird. Ihnen fällt ein Mädchen auf, das die Pferde hingebungsvoll striegelt und pflegt.
Von wegen Kinderbücher sind ein Segen. Das Osterfest nähert sich mit Sieben- Meilen-Stiefeln. Mir hingegen graust es jetzt schon wieder vor den faulen Eiern, die auf derlei Familienfeiern den Besitzer wechseln und fortan nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern das Leben zur Hölle machen. Mit Schaudern fällt mir zum Beispiel jene Geschichte vom kleinen Bären ein, die meiner Tochter zum dritten Geburtstag endlich die Furcht vor der Dunkelheit lehrte und seither, Nacht für Nacht, das Stromkonto belastet. Mal ganz davon abgesehen, dass in Anbetracht des hausbackenen Sprachschatzes selbst ein Testosteron geschwängertes Spatzenhirn beim Vorlesen Trübsal geblasen hätte. Leider können Kinderbücher aber auch aus genau den entgegengesetzten Gründen ins Leere führen: „Die Kleine Sensenfrau“ (°Luftschaft, 32s, € 18,50) ist solch ein traurig-schönes Beispiel.
Gott hat in Comics Hochkonjunktur. Meist – klar – als Witzfigur: Fils „Didi & Stulle“, Ralf Königs „Prototyp“ und „Archetyp“, Robert Crumbs „Genesis“ und jetzt „Faust – Der Tragödie erster Teil“ von Flix. In der Geschichte, die zuerst in der FAZ erschien, wettet der Teufel mit Gott, dass er den Berliner Taugenichts Heinrich Faust auf seine Seite zieht – man kennt die Story. Flix versetzt Goethes Thema fröhlich-dreist in die Gegenwart und kann dem einiges an Humor abgewinnen. Der Band ist hübsch im klassischen Reclam- Design gestaltet (Carlsen). Hier kommt er nur im Titel vor: „Ein Vertrag mit Gott“ markiert so etwas wie den Beginn des modernen Comics. Natürlich gab es in den 60er und 70er Jahren den Comix-Underground für Erwachsene, aber erst mit Will Eisners Werk von 1978 erhielten Comicgeschichten eine der Komplexität des Romans entsprechende Form, die Eisner sogleich Graphic Novel taufte. Ein Ausdruck, der erst 30 Jahre später seinen Siegeszug antreten sollte und sich nun auch langsam hierzulande durchgesetzt hat. Der schicke Sammelband von Carlsen vereint Eisners titelgebende Mietshausgeschichten, „A live force“ von 1983 und „Dropsie Avenue“ von 1995. Mit zwei weiteren Bänden soll die Eisner-Bibliothek bei Carlsen komplettiert werden. Um im Bild zu bleiben: Das ist unbestreitbar die Bibel der Comic-Connaisseure.
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