Der Kölner Pop-Elektroniker Justus Köhncke, zusammen mit Hans Nieswandt und Eric D. Clark ehemals Whirlpool Productions, hat ein neues Album veröffentlicht. „Justus Köhncke & The wonderful Frequency Band“ heißt es, aber man kann sich denken, dass die Band eine virtuelle ist. Das Album mit der Vorab-Single „Tell me“ wird der Houseproduzent im Rahmen einer Releaseparty in der Reihe „Total Confusion“ live präsentieren (5.12., 22 Uhr, Roxy). Bock auf Debil? Dem Kollektiv HGich T. kann in Sachen bescheuert wohl kaum jemand das Wasser reichen. Auf den elektronisch unterfütterten Stücken wird feinste Schwachmaten-Lyrik mit fragwürdiger Sangeskunst wiedergegeben. Die Auftritte animieren die Menschen auf wie vor der Bühne immer wieder gerne zu körperlichen Übergriffen. Es wird einem also ordentlich was geboten – und das auch noch an zwei aufeinander folgenden Tagen (11. u. 12.12., 21.30 Uhr, Sonic Ballroom).
Das Week-End Fest geht in die dritte Runde. 2011 hatten Jan Lankisch und Jörg Waschat das Debüt im alten Ufa-Palast am Ring gefeiert. Das Line-Up mit Jochen Distelmeyer, Thurston Moore u.v.a. zeugte von einem guten Händchen beim Booking, und die Atmosphäre im alten Kino hinterließ viele strahlende Augen. Ihr Händchen für besonderes Booking bestätigten sie im Jahr darauf mit Konzerten von Derhoof, Chain & the Gang, den Goldenen Zitronen u.v.m. In diesem Jahr findet das Week-End an nur zwei Tagen statt. Die finanzielle Lage hatte zuerst sogar nur einen Tag erlaubt. Doch mit den ersten Zusagen der Bands kam die Sache wieder ins Rollen. Abermals an einem neuen Ort, dem coolen 60er-Jahre-Bau der Stadthalle Köln-Mülheim, werden nicht nur durchreisende Bands abgefrühstückt. Das sorgfältig kuratierte Programm liest sich wie ein Traum für Post-Punk-Aficionados. Und wie schon in den letzten Jahren, beispielsweise mit Stephen Malkmus' Interpretation des Can-Albums „Ege Bamyasi“, gibt es einige ganz spezielle Week-End Schmankerl. Am Freitag spielen die Newcomer Yuck, Grant Hart (ex Hüsker Dü) und als Headliner The Fall. Am Samstag kommen dann die düstere Singer-Songwriterin Mirel Wagner, die Twee-Poper The Pastels, Ex Go-Between Robert Forster mit einem Streichquartett und Arrangements von Jherek Bischoff und als Finale die Young Marble Giants, die ihr erstes und einziges, dafür umso einflussreicheres Album „Colossal Youth“ komplett spielen werden. Die Moderation übernimmt Dave Doughman (Swearing at Motorists), für das Design zeichnet der Konzeptkünstler Lawrence Weiner verantwortlich (13.12, 19 Uhr u. 14.12., 18 Uhr, Stadthalle Köln-Mülheim). Als Warm-up empfehlen wir, am 13. und 14.12. das Radio einzuschalten. Auf KölnCampus gibt es während der beiden Tage den „Take 5“-Marathon mit unzähligen Jahrescharts. Der Autor dieser Zeilen wird am Freitag, den 13. (hoffentlich ohne Slasher im Studio) um 16 Uhr seine Highlights des Jahres vorstellen.
Was wäre ein Jahresabschluss ohne Chilly Gonzales in der Philharmonie? Das ist fast schon so traditionsreich wie Helge Schneiders Auftritt zum Karneval. Zum dritten Mal wird Chilly Gonzales, der Exil-Kanadier, Ex-Berliner, Ex-Pariser und inzwischen Kölner Klavier-Wizard die Philharmonie mit seiner Mixtur aus Musikunterricht, virtuosen Klavierdarbietungen und derben Wort- und Musikeinlagen aufmischen (28.12., 20 Uhr, Kölner Philharmonie).
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