Niemand wird gezwungen, auf Fleisch zu verzichten. Wer es dennoch tut, hat oft gute Gründe. Ich persönlich würde niemandem vorschreiben, was er oder sie isst. Fleisch gehört für mich dazu, ebenso wie Fisch, Gemüse, Obst oder eben vegetarische oder vegane Mahlzeiten. Wichtig ist vor allem: Wer hat‘s gemacht und wie? Wie die Sachen genannt werden, interessiert mich nicht.
Jetzt hat die EU beschlossen, dass vegetarische oder vegane „Ersatzprodukte“ nicht mehr Veggie-Burger, Soja-Schnitzel oder Tofu-Wurst heißen dürfen. Das Absurde: Der Vorstoß kommt ausgerechnet von den Leuten, die sich darüber beschweren, dass es angeblich Sprach- und Denkverbote gebe und dass die „woken“ und „linksgrün-versifften“ Hipster (früher hätte man gesagt „Gutmenschen“) ihnen die Lust am Leben nähmen. „Fleisch is(s)t Fleisch“, laut ihr Credo, basta! Alles andere würde den unmündigen Bürger nur verunsichern.
Die zuständige Abgeordnete Céline Imart (EVP, zu der auch CDU und CSU gehören) begründet die Initiative mit einem „echten Verwechslungsrisiko“. Ah ja. Was wird jetzt aus dem „falschen Hasen“ oder dem „Halven Hahn“? Zudem soll das Vorhaben die Landwirte schützen. Etwa vor den Veggie-Bürgern? Und wer schützt die vor den Ess-Kulturkämpfern?
In Köln gibt es jedenfalls unzählige Restaurants oder Geschäfte, die hauptsächlich oder ausschließlich vegane oder vegetarische Lebensmittel anbieten. Wer dort hingeht, weiß, was er bekommt oder nicht. Steht überall drauf. Ob man sein Geschäft dann, wie in Köln-Ehrenfeld, „Vegane Fleischerei“ nennen muss, ist übrigens auch Geschmackssache und dabei sollte es bleiben.
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