Am Wochenende ging die erste Ausgabe des neuen Kölner Musikfestivals „Acht Brücken. Musik für Köln.“ erfolgreich zu Ende. Initiiert wurde das Festival, um die Neue Musik zu stärken. Köln nimmt alleine durch sein legendäres „Studio für elektronische Musik“ des WDR eine Sonderstellung in der Geschichte der Neuen Musik ein. Anfang der 50er Jahre wurde es gegründet und maßgeblich von Komponisten wie Karl Heinz Stockhausen geprägt. Auch Pierre Boulez, neben Stockhausen einer der einflussreichsten Vertreter der Seriellen Musik, hat immer wieder hier gearbeitet. Es ist also nachvollziehbar, dass Boulez im Zentrum der ersten Ausgabe von „Acht Brücken“ stand. Und da der inzwischen 86jährige Komponist, Dirigent und Theoretiker einer der wenigen noch lebenden Künstler seiner Generation ist, hat er es sich nicht nehmen lassen, das Eröffnungskonzert persönlich zu dirigieren. Zu hören waren Werke von Ravel, Strawinsky und Schönberg, letzteres mit einem virtuosen Solo des Violinisten Michael Barenboim. Das Publikum im ausverkauften Saal der Philharmonie dankte es dem großen Orchester und dem Solisten mit Standing Ovations. Aber vor allem Pierre Boulez, dem man sein hohes Alter kaum anmerkte, wurde frenetisch gefeiert. Ein solches Spektakel erlebt man nicht alle Tage in Köln.
Auch im weiteren Verlauf des Festivals gab es Spektakuläres zu erleben. Seien es ungewöhnliche Veranstaltungsorte wie die Lagerstätte für die mobilen Hochwasserschutzelemente in der Rodenkirchener Brücke – ebenfalls mit Michael Barenboim – oder die Rotunde der Stadtsparkasse am Rudolfplatz. Und auch das Programm war vielseitig: Von schwierigen Klassikern der atonalen Musik bis zu jazzigem und gar poppigem Crossover, vom Ensemple mit Weltruf bis zum Konzert der Studierenden der Kölner Musikhochschule war die Palette der gebotenen Konzerte reichhaltig und auch erfolgreich: Mit 7.500 Tausend Besuchern habe die Veranstalter optimistisch gerechnet, 9000 Besucher konnte man am Schluss zählen. „Der unerwartet große Zuspruch“, so der Leiter des Festivals und Intendant der Kölner Philharmonie, Louwrens Langevoort, „und die großzügige Unterstützung durch die Sponsoren haben dazu beigetragen, dass wir dieses Festival positiv abschließen konnten. Wir sind auch auf einem guten Weg, die kammermusikalischen Programme in der Kölner Philharmonie, auch wenn es sich um zeitgenössische Musik handelt, begehrter zu machen und noch mehr Publikum hierfür zu begeistern.“ Die nächste Ausgabe des Festials im kommenden Jahr widmet sich dem Werk von John Cage. Der Amerikaner dürfte dann kaum weniger Anziehungskraft ausüben als sein französsicher Kollege in diesem Jahr.
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