Die Kölner Zigeuner sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. In den 50er Jahren mimten die Stehgeiger auf Hochzeiten und Geburtstagsfeiern mit ihren Husarenuniformen den folkloristischen Farbtupfer. Jener sollte die weiße Weste der Deutschen, die 1945 unter der abgelegten braunen Uniform zum Vorschein kam, ein bisschen aufpeppen. Die Familie Reinhardt, bekannt durch die Weltstars Django und Schnuckenack, sicherte sich so als Walzerkönige in Kölner Kneipen ihren Lebensunterhalt. In den 70er Jahren allerdings rebellierte die Zigeunerjugend, spielte lieber Bossa als Richard Strauß. Das jazzige Markus-Reinhardt-Ensemble wurde gegründet, das inzwischen auf Europas Bühnen zu Hause ist. Beim Besuch des Geigers in seinem Häuschen in Köln-Roggendorf zeigt nun der stolze Vater die musikalische Fortsetzung der Zigeunermusik. Sohn Stachlo rappt ins Mikro, dass Gangstermusikanten wie Eminem blass werden würden. Sub-Sub-Subkultur sozusagen. Erst beim Abschied entdeckt der Besucher die Rettung des Abendlandes. Im Vorgarten des Nachbarn, natürlich auch eines Reinhardts, stehen dichtgedrängt urdeutsche Gartenzwerge.
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