Einen triumphalen Erfolg feierte die Kölner Oper jüngst im Staatenhaus mit der Uraufführung der Stockhausen-Oper „Sonntag" aus dem Opernzyklus „Licht" – mit insgesamt 29 Stunden Musik – an dem der Meister 26 Jahre gearbeitet hatte, bevor er 2007 verstarb.
Eine Frau foltert einen Mann. Genau beschreibt sie das Aufplatzen des weißen Fleisches und die blutigen Striemen auf dem Körper. „Ein Schlachtfest“, das sie zutiefst genießt und das sie damit rechtfertigt, dass das Opfer ein Nazikollaborateur sei.
Am Anfang war das Nichts. Dann erschufen die Götter das rote Sprachlichtband. Von da an sah man die im Licht, die im Dunklen sah man nicht.
Die Deko sorgt für ein Dejavu. Der zweistöckige Glas-Stahl-Bau in der Halle Beuel kam bereits in Klaus Weises Inszenierung von „Das Ende des Regens“ vor und sieht ein bisschen nach Sechziger Jahre aus.
Milla und Luca führen eine lesbische Beziehung; Milla ist ein Star und Luca (Nicole de Cruppé und Lina Eisenhauer) fühlt sich vernachlässigt. Sie provoziert, es kommt zum Krach, beinahe zieht eine aus aus dem Luxusheim, dann aber geht doch alles wieder von vorne los, auf einer anderen Ebene: Ein Zitronenbäumchen aus Lucas Kindheit wird zu einem locus amoenus der Beständigkeit, saftig angestrahlt von Scheinwerfern.
Im Oktober 2002 wurde in Moskau die Vorstellung des Musicals „Nordost“ jäh unterbrochen. Tschetschenische Untergrundkämpfer nahmen 850 Zuschauer als Geiseln, um ihre Forderung vom Abzug der russischen Armee aus Tschetschenien durchzusetzen.
Wahnsinn: „Sommerblut“ wird zehn Jahre alt - ein Kulturfestival, das vor allem eines will: die Funken sichtbar machen, die bei der Reibung von so genannter Normalität mit dem etwas Anderen entstehen. Angetreten war man seinerzeit als „schwul-lesbisches Festival“. Inzwischen lässt sich so ziemlich alles unter „Sommerblut“ subsumieren, was die kulturelle Szene zu bieten hat.
Zwei der zwölf nominierten Künstler werden einen Preis bekommen: entweder „Frühreif & Verdorben“, den eine Jury auslobt oder den Publikumspreis „Beklatscht & Ausgebuht“ – wer ihn erhält, der kann Luftsprünge machen. Denn eines steht fest: Der Prix Pantheon (28. und 29. April) ist so etwas wie ein Talent-Orden mit Mehrwert-Garantie.
Manchmal reagiert sogar ein Esstisch empfindlich auf Stimmungsschwankungen. Leuchten die Beine des ovalen Monstrums im Theater Tiefrot anfangs grün, so schlägt die Farbe in warnendes Rot um, als der Ton zwischen den Abendgästen in Brian Parks Konversationsstück „The Invitation“ gereizter wird.
Wenn er einfach nur da sitzt und auf die Welt draußen horcht, die ihm verschlossen ist, hat die Inszenierung einen ihrer stärksten Momente. Ein Paar hat Sex, jemand hört türkischen Pop, es wird gestritten, ab und zu Schritte. Der Mann auf der Bühne schweigt. Er ist ausgegrenzt und eingesperrt – in Abschiebehaft. Sphiwe hat seinen Pass verloren, diverse Fristen versäumt und muss nun Deutschland verlassen. Die politische Aktivistin Karen will das verhindern, Anwalt Gideon soll ihr dabei helfen.
biograph |
choices |
engels und
trailer
- die online Kinoprogramme für
Bochum,
Bonn,
Castrop-Rauxel,
Dortmund,
Düsseldorf,
Duisburg,
Essen,
Frechen,
Gelsenkirchen,
Hagen,
Herne,
Hürth,
Köln,
Leverkusen,
Lünen,
Mülheim,
Neuss,
Oberhausen,
Recklinghausen,
Solingen und
Wuppertal