choices: Herr Bonhoeffer, der Umbau der Christuskirche mit Teilabriss und dem Neubau von rund 21 Eigentumswohnungen ist beschlossen. Sehen Sie das als Kirchenmann auch mit einem weinenden Auge?
Mathias Bonhoeffer: Ich sehe das Ganze sehr positiv. Das ist eigentlich eine konzeptionelle Neuausrichtung. Wir schaffen einen ganz neuen Lebensraum und einen Kirchraum, der an die heutigen Gegebenheiten angepasst ist. Wir brauchen heute keine Gottesdiensträume mit 500 Plätzen mehr. Räume mit rund 200 Plätzen reichen vollkommen und lassen sich auch gut für Konzerte, Ausstellungen und andere kulturelle Zwecke nutzen.
Trotzdem gibt es Kritik. Wie stehen Sie z. B. zur Initiative „Rettet die Christuskirche“?
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Es gibt Menschen, die an dem alten Kirchraum hängen und das verstehe ich auch. Den Slogan „Rettet die Christuskirche“ verstehe ich allerdings genau andersherum. 2007 war die Veräußerung des Areals eigentlich beschlossene Sache. Jetzt bauen wir dort selber und gestalten in unserem Sinne.
Haben Sie dabei mehr Freiheiten als die katholische Kirche?
Im katholischen Verständnis ist die Kirche ein „heiliger Raum“ – in der evangelischen Kirche ist sie erst einmal eine Versammlungsstätte. Das öffnet für sehr viel mehr als für gottesdienstliche Nutzung und daraus schöpfen wir auch.
Erleichtert diese Öffnung die Gemeindearbeit mit den städtischen Milieus von heute?
Darüber diskutieren wir sehr intensiv. Die Diskussion deckt ein breites Spektrum an Meinungen und Möglichkeiten ab. Die evangelische CityKirchenarbeit beschäftigt sich jedenfalls schon seit mehr als 30 Jahren mit diesen Fragen. Die konkrete Nutzung ist immer eine Frage der inhaltlichen Ausrichtung und der Lage der Innenstadtkirchen und wird vor Ort entschieden.
Bewahrt gezielte Anpassung vor der Aufgabe von Kirchen?
In unserer Gemeinde haben wir in den letzten Jahren zwei Häuser im Zuge struktureller Schrumpfungsprozesse verkaufen müssen. Jetzt ist an der Stelle aber Schluss für die nächsten Jahre! Bevor wir noch mal eine Kirche verkaufen, denken wir sehr gründlich über sämtliche Alternativen nach.
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